Sammlungen als Forschungsdaten: Digitalisierung, Zugänge und Nutzung
30.09 & 01.10.2026
DH @ MENA(-Lib.)-PANEL 2026
„Nachhaltigkeit in DH-MENA-Projekten: Daten, Workflows und Kenntnisse austauschen und nachnutzbar machen“
01.10.2026, 14 Uhr bis 18 Uhr, online in Zoom, gestreamt aus UB 1/09
Um Anmeldung über den Veranstaltungskalender der UB Bochum wird gebeten.
(Forschungs)Daten unterschiedlicher Art sind der Kern eines jeden Digital Humanities Projektes. Bei der Planung und Durchführung von Forschungsvorhaben ist die Berücksichtigung der ersten drei Stadien des Datenlebenszyklus‘ (nach forschungsdaten.info) – Forschungsvorhaben planen, Daten erheben, Daten aufbereiten und analysieren – oftmals Teil der Arbeiten, wenn auch nicht immer frei von Herausforderungen.
Die Bedeutung der zweiten Hälfte des Datenlebenszyklus‘ etabliert sich hingehen erst langsam im Bewusstsein und in der Umsetzung: Workflows und Strukturen zum Teilen und Publizieren, Archivieren und Nachnutzen von Forschungsdaten sind oft ebenso vielfältig, wie die Vorhaben, in denen sie entwickelt und/oder genutzt werden.
Im diesjährigen DH @ MENA(Lib.)-Panel möchten wir diese Vielfalt sichtbar und wirksam machen. Passend zum Bochumer Nachhaltigkeitsjahr 2026 zielt das Panel insbesondere auf den Aspekt der Nachnutzung und Nachnutzbarkeit von Daten, Workflows und Kenntnissen ab.
Mitglieder von Forschungsprojekten aller Planungs- und Durchführungsstadien sind eingeladen, sich in diesem dialogfokussierten Forum auszutauschen, ihre Erfahrungen und Kenntnisse zu teilen und von der Vielfalt der Perspektiven und Herangehensweisen zu profitieren.
Das Panel gliedert sich in die Themenbereiche
- Inhaltliches
- Erfolge
- Herausforderungen
- Nachnutzbarkeit
Hierbei wird der erste Teil des Panels stärker fachspezifisch auf die MENA-Fächer und ihre besonderen philologischen Herausforderungen zugeschnitten sein, die Teilnahme von interessierten Forschenden anderer Fachrichtungen am Panel ist jedoch sehr willkommen!
Den fachlichen Rahmen und inhaltlichen Impuls zum Austausch gestalten mehrere Vortragende:
Hülya Celik
Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum
Projekt: Digitales Bücherregal eines Bibliothekars: Sebastian Tengnagels „orientalische“ Bibliothek
„Ein Teil des Projektes bestand darin, die Bibliothek anhand der überlieferten Bestände digital abzubilden, die entsprechenden Metadaten zu erfassen und aufzubereiten. Die dafür notwendigen Daten liegen zu einem großen Teil vor, ihre technische Implementierung steht allerdings noch aus. Gerade dieser Zwischenstand scheint mir für die Diskussion um Nachhaltigkeit in DH-Projekten interessant: Was passiert mit Daten und Workflows, wenn ein Projekt abgeschlossen ist? Unter welchen Bedingungen können bereits erarbeitete Daten langfristig implementiert, weitergeführt und für andere Forschungskontexte nachnutzbar gemacht werden?“
Serena Tolino & Mohamed Ilyes Mechentel
Institute "Middle East and Muslim Societies", University of Bern (Switzerland)
Starting Grant project funded by the Swiss National Science Foundation: “TraIL: Tracing Labour in Islamicate Legal Traditions”
„One of TraIL's main outputs is the creation of a relational database of labour-related terms in Arabic legal sources from the 10th to the 20th century, designed from the outset to be reused: it will be hosted online, openly accessible, and searchable both by term and by context of use, on a platform intended to remain available beyond the duration of the project and to serve researchers in the longer term.
On the workflow side, TraIL is itself a case of reuse: it draws its texts and documents from OpenITI, CALD, and the Arabic Papyrology Database; relies for OCR/HTR on open-source tools and models such as Kraken/eScriptorium that can be fine-tuned; and processes its material with open tools including CAMeL Tools and Passim. In turn, the HTR and NLP models fine-tuned on our annotated corpus can be made available for reuse by other projects.“
Ephrem A. Ishac
Austrian Academy of Sciences (ÖAW), Institute for Medieval Research (IMAFO), Byzantine Research
Project: Syriac Liturgy
„My contribution highlights sustainable HTR workflows and open-access pipeline reusability for under-researched scripts like Syriac and Garshuni-Arabic. It will explore how dedicated digital repositories and community-driven platforms foster long-term data preservation and knowledge exchange across DH-MENA studies.“
Rachael M. Griffiths
Digital Orientalist (Editor in Chief)
„The Digital Orientalist is an online magazine covering digital humanities tools, methods, and trends across African, Middle Eastern, and Asian Studies. As sustainability becomes an increasingly central concern, our authors regularly explore issues of longevity, accessibility, and reusability. Posts range from highlighting institutional resource consolidation to personal reflections on long-term data preservation and knowledge exchange, such as Ephrem A. Ishac’s writings on his Syriac Liturgy project.“
Hinweis:
Das Zoommeeting darf nicht aufgezeichnet werden.
Um Anmeldung mit vollem Namen und unter Angabe Ihrer institutionellen Zugehörigkeit wird gebeten.